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Eine Alm ist kein Streichelzoo

Montag, den 30. Mai 2016

In den letzten Jahren kam es immer mal wieder zu Zwischenfällen zwischen Wanderern und Kuhherden. Grund dafür ist oft falsches Verhalten, besonders im Umgang mit Jungkühen.

Ratgeber: 3 Arten von Kuhherden

Bei Begegnungen von Wanderern mit Almvieh ist eine gewisse Vorsicht geboten. Um gefährliche Situationen zu vermeiden, sollten einige Empfehlungen beachtet und wichtige Verhaltensweisen der Almtiere bekannt sein. Rinderherden lassen sich anhand ihrer Zusammensetzung in drei Arten unterscheiden:

Mutterkuhherde
Diese besteht aus Muttertieren und ihren Kälbern. Jungtiere sind neugierig, aber Achtung: Muttertiere verteidigen ihre Kälber (Schutzinstinkt!) impulsiv. Sind auch männliche erwachsene Tiere (Stiere) dabei, ist besondere vorsicht geboten.

Jungtierherde
Diese jüngeren Tiere sind vor allem übermütig, sehr bewegungsfreudig und neugierig. ´Beim Kontakt kann es rasch zu unkontrollierten Bewegungen kommen.

Kuhherde
Sie besteht aus Kühen, welche regelmäßig gemolken werden. Ein enger Kontakt mit Menschen ist daher gegeben.
Richtiges Verhalten mit Kuhherden

Wenn es nicht unbedingt nötig ist, weidenden Tieren nicht zu nahe kommen und vor allem Kälber weder streicheln noch füttern! Die Tiere könnten beim nächsten Wanderer gereizt sein und Missverständnisse auslösen, sodass sich dieser bedroht fühlt.

Verhalten mit Hunden:
Zeigt eine Herde Unruhe oder werden Wanderer bereits von Tieren fixiert, unbedingt Abstand halten! Lieber einen Umweg in Kauf nehmen! Halten sie Ihren Hund an der Leine und verhindern sie, dass dieser der Herde zu nahe kommt oder diese jagen will. Hunde gleichen potenziellen Feinden, insbesondere von Jungtieren, und werden daher oft gerade von Muttertieren angegriffen. Leinen Sie Ihren Hund dann ab, wenn ein Angriff eines Rindes abzusehen ist. Im Gegensatz zum Menschen sind Hunde schnell genug, um Angriffen auszuweichen. Dadurch wird auch vom Hundehalter abgelenkt, sodass dieser den Gefahrenbereich verlassen kann!

In gefährlichen Situationen:
Kommt es trotzdem zu gefährlichen Situationen: Bewahren sie ruhe und laufen sie nicht
davon! Versetzen Sie dem Rind im absoluten Notfall mit dem stock einen gezielten Schlag auf die Nase. andernfalls gehen sie langsam und stetig aus der Gefahrenzone, ohne den Tieren den Rücken zuzukehren. das ist der einzig richtige weg, mit einer gefährlichen Begegnung umzugehen.

Foto: Markus Hahn

Kategorie: Wandern