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Einen 3000er der Hohen Tauern oder einen Smaragd im Rucksack

Montag, den 13. Juni 2016

Im Habachtal, Europas einzigem Tal mit Smaragdvorkommen „steinreich“ werden oder zwischen Großvenediger und Dreiherrnspitze einen Dreitausender angehen: Mit einem Bergführer wird die Wildkogel-Arena Neukirchen & Bramberg zum ganz persönlichen Highlight.

Der Nationalpark Hohe Tauern zählt zu den gewaltigsten Hochgebirgslandschaften der Erde. 266 Dreitausender, 342 Gletscher und 551 Bergseen motivieren Naturentdecker, in Österreichs größtem Schutzgebiet aus sich herauszugehen. In der Wildkogel-Arena haben Wanderer Salzburgs höchsten Dreitausender im Blickfeld: Den Großvenediger (3.666 m), dessen Erstbesteigung sich im Spätsommer zum 175. Mal jährt. Auch im Jubiläumsjahr werden Zweitagestouren mit erfahrenen Bergführern angeboten – Pflicht für alle Bergabenteurer, die auf Spuren der Erstbesteiger über die Dreitausendergrenze hinausgehen wollen. Dieses zweitägige Hochgebirgstour kann seit März (mit Skiern) un-ternommen werden. Übernachtet wird auf der Kürsingerhütte. Auch wenn konditionsstarke und trittsichere Bergfexe einen anderen Dreitausender in den Hohen Tauern ins Visier genommen haben, ist ein Bergführer die sichere Begleitung: für eine Sonnenaufgangstour auf den Keeskogel, auf den Großglockner (3.798 m), das Große Wiesbachhorn, die Dreiherrnspitze oder den Hohen Gabler. Das Gipfeltreffen Larmkogel (3.017 m) steht jeden Donnerstag am Nationalpark-Ranger-Programm. Als einer der „leichteren“ Dreitausender lockt er mit einer eindrucksvollen Aussicht auf den Habachkees, aber im Anstieg sind immerhin 1.600 Höhenmeter zu bewältigen und insgesamt neun Stunden Fußmarsch. Das wird nur von der Tagestour „Highlight zwischen Großvenediger und Dreiherrnspitze“ übertroffen, die im Rahmen des Natur-Erlebens-Programmes des Nationalparks zwei Mal im Sommer angeboten wird. Atemberaubend schön ist die 2-Tages-Tour auf den Großen Geiger (3.360 m), einen der imposantesten Dreitausender in der Venedigergruppe.

Der Großvenediger ist mit 3.666 Metern die höchste Erhebung im SalzburgerLand und einer der schönsten Berge in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. Am 3. September 1841 gelang seine Erstbesteigung durch eine Gruppe um Josef Schwab, Paul Rohregger sowie den Mittersiller Pfleger, Schriftsteller und Topografen Ignaz von Kürsinger. Die Pioniere nahmen die Route von Neukirchen durch das Obersulzbachtal und über die Stierlahnerwand. Von Kürsinger stammt die Bezeichnung „weltalte Majestät“ für den Großvenediger – nach ihm ist die auf 2.558 Metern gelegene Kürsingerhütte benannt. Das 175. Jubiläumsjahr des ersten Gipfelsieges ist Anlass für ein aussichtsreiches Programm: Etwa eine Venedigertour mit Extrembergsteiger Radek Jaroš, der als einziger tschechischer Bergsteiger alle 14 Achttausender bestiegen hat. Um einiges gemütlicher wird die „Wirtshaus-Roas zur weltalten Majestät“ mit Charly Rabanser und musikalischer Begleitung angegangen. Wer das Jubiläum lieber im Tal feiern möchte, findet bei Dia- und Filmvorführungen, Lesungen und einem offiziellen Festabend in Neukirchen am Großvenediger die Gelegenheit dazu. Anfang September ist die offizielle Festwoche mit dem 18. ÖAV-Nationalpark-Patentreffen (03.–10.09.16) angesetzt. Ab 20. Juni 2016 gibt es eine täglich buchbare Venediger-Pauschale mit organisierter 1,5-Tagestour auf Spuren der Erstbesteiger: ein ganz großes Naturerlebnis mit Übernachtung bei Hüttenwirt Emil Widmann auf der Kürsingerhütte. Seinen Namen erhielt der Großvenediger von den Säumern, die einst über die Tauern zur Adria unterwegs waren – oder aber von der Fernsicht, die an besonders klaren Tagen bis Venedig reichen soll.

Foto: Wildkogel-Arena Neukirchen und Bramberg

Kategorie: Wandern