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Faszination WildeWasserWeg Stubai

Montag, den 27. Juni 2016

Drei Etappen, die die Schönheit und Vielfalt der reinen Natur verdeutlichen.

Der WildeWasserWeg im Stubaital ist ein erwanderbares Naturjuwel, das faszinierende Aus- und Einblicke auf das Tal und seine Entstehung preisgibt. Er besteht aus drei Etappen, die am Stück oder einzeln ausgekundschaftet werden können, und führt über 10 Kilometer mit 1.200 Höhenmetern bis hin zum Sulzenauferner, einem Gletscherfeld auf 2.477 Metern Seehöhe. Genussaufenthalte mit gesundheitlichem Nutzen, abenteuerliche Erkundungstouren, Nachmittage mit der Familie am kühlen Nass oder außergewöhnliche Veranstaltungen wie die Genuss-Wandernächte sorgen dafür, dass die Besuche am WildenWasser in Erinnerung bleiben.

Die Pracht und die Schönheit naturbelassener Landschaften sind am WildeWasserWeg besonders eindrucksvoll erkennbar. Malerisch gelegene Almen, saftig grüne Hochplateaus, bizarr geschliffene Felsformationen, sanft fließende Bäche, peitschende Wasserfälle, türkisblaue Gebirgsseen und in der Sonne gleisende Gletscherfelder säumen die Tour im hinteren Stubaital.

Gegensätzlicher Start
Die Etappen des WildeWasserWeges sind entgegen der Fließrichtung des Wassers bis hin zur eigentlichen Quelle, einem Gletschersee unterhalb des Sulzenauferners, angelegt worden. Gestartet wird in der WildeWasser Arena, die bei einem Steinbruch im Neustifter Ortsteil Ranalt liegt. Hier werden Besucher das erste Mal über die Bedeutung des Wassers für das Stubaital informiert und Verweilplätze laden ein, die Sinneseindrücke unverfälschter Natur auf sich wirken zu lassen. Taleinwärts führt der Weg spannend weiter. Eine Klamm, der Ruetz Katarakt, stellt gleich zu Beginn den wohl spektakulärsten Abschnitt der Tour dar. Hier könnten die Gegensätze größer nicht sein: Wandert man zunächst noch am Ufer des gemächlich fließenden Ruetzbaches, ist man im nächsten Moment umgeben von tosenden Wassermassen. Zwei, teils über dem Abgrund hängende Plattformen, eine Brücke und ein Holzsteg, vermitteln eindrucksvoll die unbändige Kraft des Baches. Am Ausgang des Katarakts, wie eine durch Blöcke und Felsriegel gegliederte Stromschnelle bezeichnet wird, gelangt man zur urigen Tschangelair Alm. Hier bietet sich die Gelegenheit, noch eine kurze Rast einzulegen, bevor es zum Endpunkt der ersten Etappe am Naturdenkmal Grawa Wasserfall geht. Der gesamte erste Abschnitt wurde barrierefrei angelegt, so dass er wirklich von jedem Besucher und auch mit Kinderwägen leicht begehbar ist.

Der Grawa Wasserfall ist der breiteste Wasserfall der Ostalpen.

Die zweite Etappe startet am Herzstück des WildeWasserWeges, dem Grawa Wasserfall. Nicht nur das herrliche Naturschauspiel der sich herabstürzenden Wassermassen begeistert jährlich unzählige Besucher. Er besitzt auch einen gesundheitsfördernden Aspekt, wie eine wissenschaftliche Untersuchung ergeben hat. Durch eine Kombination aus Wandern und regelmäßigen, zirka einstündigen Aufenthalten am Fuße des Wasserfalls kann eine Verbesserung der oberen Atemwege erzielt und das persönliche Empfinden der Atemqualität gesteigert werden. Ideal dafür sind die Holzliegen auf der kunstvoll an die Landschaft angepassten Plattform am Fuße des Wasserfalls.
Vom Tal aufwärts bis über die Baumgrenze hinweg, vorbei an zwei weiteren Plattformen am Wasserfall, leitet der Weg schließlich hinauf auf ein unerwartetes Hochplateau mit sandigen Schwemmflächen und reich verzweigten Mäandern sowie der idyllisch gelegenen Sulzenaualm. Immer in Sichtweite des Sulzenaufalles, dem mächtigsten von drei Wasserfällen in diesem Talkessel, geht es schließlich noch einmal hoch über eine felsige Abbruchkante zur Sulzenauhütte, die wie ein Adlerhorst dort oben thront.
Wer nicht ganz so hoch steigen möchte, kann auch im Bereich der Grawa Alm verweilen und den Wasserfall über einen neuen Rundweg erreichen. Der gemütliche Pfad startet bei der Raffein Galerie kurz vor dem Grawa Wasserfall. Fast ebenerdig führt der WildeWasserWeg in rund 20 Minuten bis zum Grawa Wasserfall. Weiter geht es in Richtung Grawa Alm, die zu einer Rast einlädt. Kurz vor der Alm führt der Weg auf der anderen Bachseite wieder retour zur Bushaltestelle bzw. zum Parkplatz.

Lehrreicher Gletscher-Pfad
Auf der dritten und letzten Etappe des WildeWasserWegs gestaltet sich die Berglandschaft von der Sulzenauhütte bis zum Fuß des Sulzenauferners wie ein von der Natur angelegter Gletscher-Lehrpfad. Selten können die verschiedenen Erscheinungsbilder der Gletscherlandschaft so eindrucksvoll auf so geringer Distanz bestaunt werden: Mit Ausblicken auf die hoch oben thronenden zerklüfteten Türme des Gletscherbruchs des Sulzenauferners und auf das Zuckerhütl wandert man durch die Landschaft. Vorbei an großen Moränenseen, türkisblauen Bergseen wie der „Blauen Lacke“ oder über glatte und bunte Gletscherschliffe geht es für Wanderer zu einem Gletschersee unterhalb des Peiljochs. Dort ist schließlich auch der Punkt erreicht, wo das WildeWasser das erste Mal an die Oberfläche trifft, somit seine Reise ins Tal beginnt und der Wanderer des WildeWasserWeges seine Tour beendet.

Stimmungsvolle Wanderungen werden bei den Genuss-Wandernächten geboten.

Die landschaftlich ausgefallenen Kreationen die das abfließende Wasser über Jahrhunderte zum Vorschein gebracht hat – und immer noch bringt –, können am WildeWasserWeg den ganzen Sommer über bestaunt werden. Ausgefallene Veranstaltungen finden dort jedoch nur an ausgewählten Terminen statt. Gemeint sind die beiden Genuss-Wandernächte am 29. Juli 2016 im Ruetz Katarakt und am 12. August 2016 beim Grawa Wasserfall. Dann schlendern Wanderer nachts über die barrierefreien Wege und sammeln genussvolle Eindrücke. Dazu gehören kulinarische Köstlichkeiten der Stubaier Genussbetriebe ebenso, wie die Aussichten auf dezent beleuchtete Naturschauspiele.

Foto: TVB Stubai Tirol/Andre Schönherr

Kategorie: Wandern