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Bock auf Tirol

Höchster Genuss

Montag, den 30. Mai 2016

Das Beuschl stammt von feinsten Kalbsinnereien, das Gröstl wird mit Filet vom Rind und Pfifferlingen kredenzt und Freunde von vegetarischem Essen werden mit vielerlei kreativen Salaten verwöhnt.

Zuerst einmal einige Höhenmeter. Denn die Alpen rund um Lech Zürs sind nicht nur perfekte Anlaufstellen für den kürzeren Zwischenstopp von Ski- oder Wanderfreuden, nein, die Alphütten am Arlberg wissen mit ihrer ausgezeichneten Kulinarik, mit ihrem perfekten Angebot für Gourmets und Gourmands, zum längeren Verweilen einzuladen. Dies noch dazu mit einer Vielfalt garniert, von der sich manch selbsternanntes Zentrum des Geschmacks ein Stück abschneiden könnte. Die Alpen hoch oben am Berg reihen sich in Qualität und Vielfalt nahtlos in das grandiose lukullischen Können ein und sind somit zu jeder Jahreszeit perfekte Anlaufstelle für Gaumenfreuden.

Der Charme der über 400 Jahre alten Bodenalpe ist unser begrenztes Platzangebot...

...wir haben einfach nicht genug Raum, um viel zu viel zu bieten. Vielmehr setzen wir auf eine kleine Karte und bemühen uns, diese Gerichte zur vollen Zufriedenheit auf den Tisch zu bringen“, gibt sich Phillip Jochum sehr bescheiden. Dass sein Tiroler Gröstl aber weit über den Arlberg hinaus als wirklich klassisches und geschmacklich unnachahmliches Gröstl – eben das traditionsreiche und deswegen so beliebte Tirolerische – bekannt ist, vergisst er beinahe zu erwähnen. Wobei: „Die knusprigen Bratkartoffeln stehen bei uns für die meisten Speisen als Basis. Darauf aufbauend servieren wir unser Tiroler Gröstl, das Bodenalpe-Gröstl mit Rinderfilet und Pfifferlingen oder auch unsere diversen Fleischspezialitäten vom Grill“, verweist der Bodenalpe-Wirt auf die klassische Zutat/Beilage von goldbraun gebratenen Jungkartoffeln und zugleich auf den damit möglichen und verbundenen geschmacklichen Hochgenuss. Nicht zu vergessen seinen heimlichen Stolz: „Unseren Turbo-Elite-Grill für den sommerlichen Grillgenuss habe ich extra aus Australien beschafft. Einfach weil dieser Grill einer der besten ist, die man als Partner für das perfekte Steak von der offenen Flamme haben kann.“

Ist die auf rund 1500 Metern Seehöhe gelegene Bodenalpe somit auf eine sehr angenehm bodenständige, überschaubare Kulinarik ausgerichtet und dafür bekannt, zeigt sich 600 Meter höher ein deutlich anderes Bild.

Zum einen ist die Balmalp anders als die auf die Sommermonate spezialisierte Bodenalpe ihrerseits rein auf die Wintermonate in Lech Zürs spezialisiert. Zum anderen zielt Rudi Walch mit seinem Team auf einen jungen, modernen Gaumenkitzler: „Schon allein das Ambiente der Balmalp wurde auf ein besonderes Flair ausgerichtet. Wir bieten keine rustikale Hüttenatmosphäre, sondern haben schon beim Bau der Alp auf ein sehr offenes, lichtdurchflutetes und entspanntes Konzept geachtet. Dies wird auch durch unsere Chill-out- oder Funk-Musik nochmals unterstrichen.“ Die perfekte Umrahmung für eine dann doch eher untypische Alpkulinarik auf 2106 Metern Seehöhe. Hier steht frische, leichte Küche auf dem Programm. Von kreativ zubereiteten Nudelgerichten über eine Vielzahl an Salatgerichten bis hin zum frischen Wok-Genuss spannt sich ein ganz eigenes, erfrischendes Angebot: „Unsere Speisen unterstreichen ebenso, dass wir unseren Wintergästen in Lech Zürs eben nicht die klassische, rustikale Hüttenatmosphäre bieten, sondern vielmehr eine moderne Winterlounge sind“, freut sich Rudi Walch über die einzigartige Aura der Balmalp. Aber auch jene, die es unter dem Strich dann doch ein wenig kräftiger am Gaumen haben möchten, weiß die Balmalp zu begeistern – von frischen Spareribs über die urösterreichische Blutwurst mit Kraut bis hin zur Vier-Personen-Riesenpizza darf aus dem Vollen geschöpft und einer der schönsten Blicke auf den winterlichen Sonnenuntergang am Arlberg geworfen werden: „Mit unserem 360-Grad-Blick über die imposanten Gipfel im verführerischen Licht der untergehenden Sonne bieten wir den perfekten Abschluss für einen perfekten Wintertag hoch über Lech Zürs.“

Das kulinarische Lech wäre aber nicht das kulinarische Lech, wenn neben der urigen Bodenalpe und der modernen Balmalp nicht noch eine weitere Alp ihr grandioses geschmackliches Können auf den Teller bringen würde.

Die Rud-Alpe, nach 300-jähriger Geschichte 2003 neu, aber mit altem Holz, Wissen und Können gebaut, verzückt die Gäste mit zeitgemäßer Küche auf höchstem Niveau. „Das bedeutet zuallererst natürlich, dass Gastlichkeit bei uns Sommer wie Winter an erster Stelle steht und wir unseren Gästen den optimalen Rahmen für ausgezeichneten Genuss bieten können“, umreißt Andreas Wibmer die grundlegende Ausrichtung der Rud-Alpe. Denn: „Bereits vor 250 Jahren wurde Gästen auf der Rud-Alpe Speis und Trank serviert. Nach 150 Jahren Pause arbeiten wir im Team nun sehr engagiert daran, diese Tradition mit moderner Kulinarik fortzuführen.“ Also zeigt sich in der Küche der Rud-Alpe ein sehr klarer Weg: klassische österreichische Gerichte mit modernen Zugängen zur Perfektion gebracht. Hier darf das Kalbsbeuschel ebenso genossen werden wie frische Buchteln oder Kaiserschmarrn, auf der Rud-Alpe dürfen weder ein Wiener Schnitzel – natürlich nur vom Kalb – noch ein Rindfleischsalat mit Käferbohnen fehlen. Ein kulinarischer Hochgenuss, der am Dienstag- und Donnerstagabend mit der haubenprämierten À-lacarte- Küche par excellence zelebriert wird. Die Rud-Alpe ist mit ihrer geschmacklichen Feinheit und dem unvergleichlichen Flair aus dem Lecher Kulinarikparadies ebensowenig wegzudenken, wie die Bodenalpe und die Balmalp. Genuss ist eben keine Frage von Höhenmetern.

Foto: LechZuers-Balmalp_byBerndFis

Kategorie: Hütte