Aktuelles

Blizzard Ski
Bock auf Tirol

Matratzenlager für Anfänger, einmal ist immer das Erste Mal

Dienstag, den 06. September 2016

Übernachten in einer Berghütte ist ein Abenteuer für sich, denn zwischen schnarchenden Bettnachbarn und stinkenden Klamotten, ist es am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Auch auf den Hütten und in den Matratzenlagern gibt es Regeln, damit hier kein Höhenkoller ausbricht – in Zeiten des Wanderboomes und von Smartphones hat sich einiges verändert.

Ist die Hütte voll und es wird spät, das bedeutet die 22 Uhr Nachtruhe, dann muss und sollte der Hüttenwirt durchgreifen, denn ansonsten hat man nur Ärger.

Denn der eine Gast kommt um am kommenden Morgen den Sonnenaufgang zu betrachten oder auf eine weitere Hütte zu wandern, der andere eventuell nur um zu feiern, das passt dann irgendwie nicht zusammen.

Doch dafür gibt es eben Regeln für das Übernachten auf der Hütte, damit beide Gruppen ihren Aufenthalt geniessen können. Es gibt keine einheitliche internationale Regelung, doch sind diese sich ähnlich, wobei die Vorschriften in anderen Ländern, schärfer sind, als wie in Deutschland.

Grundregel ist natürlich das Rauchverbot auf den Hütten, denn was macht man, wenn es zu brennen beginnt? Beim Deutschen Alpenverein heisst die Hüttenordnung HÜOTO. In dieser wird der Aufenthalt auf der Hütte geregelt.

Was macht man zum Beispiel mit seinem Hund? Dieser hat generell in den Schlafräumen nichts verloren. Daher sollte man vor seinem Besuch beim Hüttenwirt nachfragen, ob es einen Schlafplatz für seinen Liebling gibt.

Natürlich sollte man seine dreckigen Wanderschuhe und gut riechenden Socken ausziehen bevor man ins Matratzenlager geht, auch ist dort generell nur ein Schlafsack erlaubt. Die Schuhe nebst Socken kann man bequem ins Schuhfach, ausserhalb des Lagers stellen, denn das Matratzenlager ist wirklich der sensibelste Ort auf einer Hütte.

Ein wichtiges Utensil auf einer Hütte ist auf jeden Fall ein guter und angenehmer Ohrstöpsel, denn die Wahrscheinlichkeit mit einem schnarchenden Wanderfreund im Matratzenlager zu liegen ist enorm hoch.
Ebenfalls empfehlenswert ist eine Taschenlampe oder Stirnlampe, denn wenn man nachts einmal auf die Toilette muss, sollte man aufpassen, dass man nicht über andere Schlafende stolpert.

Dabei ist die Bettruhe in den letzten Jahren etwas flexibler geworden. In tiefer gelegenen Hütte darf man auch schon mal bis 23 Uhr oder teilweise sogar noch etwas später die Bettruhe ausdehnen.

Da das Wandern in den vergangenen Jahren boomt, sind die Hüttenwirte dazu angehalten 25% der Schlafmöglichkeiten frei zu halten, sprich, diese nicht vorher zu reservieren, wobei in der Regel wenige Wanderer unangemeldet kommen.

Denn wer einen Weitwanderweg gehen möchte reserviert in der Regel mehrere Hütten vorab, dabei ist es natürlich äusserst unhöflich, nicht zu erscheinen oder rechtzeitig abzusagen, denn oft bleiben dann die Betten leer und der Hüttenwirt musste am Ende vielleicht sogar einigen anderen Wandern absagen. Dieses hat dazu geführt, dass einige Hütten nun eine Anzahlung verlangen.

Manches bleibt altmodisch. So kann man nur in wenigen Hütten mit Kreditkarte bezahlen. Auf eine längere Tour sollte man genug Bargeld mitnehmen, denn mit EC oder Kreditkarte kann man natürlich nicht auf jeder Hütte bezahlen.


Kategorie: Hütte