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Mythen in den Bergen

Samstag, den 17. September 2016

Der Hexenplatz auf dem Säuling (Bayern, Ammergauer Alpen)

Der Säuling mit seinen 2047 Metern erhebt sich sehr markant über Füssen im Allgäu. Er ist einer der ersten namentlich bezeugten Berge in den Alpen. In der Vita des Heiligen Magnus ist 895 vom Berg "Siulinch" die Rede. Die vielen Legenden sind fast genauso alt, die sich um den weithin sichtbaren Gipfel ranken. Das Gipfelplateau sollen die Hexen als Tanzplatz nutzen und zu allerlei Schabernack fähig sein: Nachdem anlässlich des Todes des Märchenkönigs Ludwig II. im Jahr 1886 eine schwarze Fahne auf der Gipfelstange des Säuling gehisst worden war, geschah es, dass man diese derartig kompliziert verknüpft vorfand und kein Mensch in der Lage war, den Knoten zu lösen. Nach dem Volksmund konnten das nur Hexen vollbracht haben.

Der Teufel persönlich soll einen Felsbrocken nahe Roßhaupten vom Säuling heruntergeworfen haben, um den Bau einer Kirche in dem Dorf zu verhindern. Der Stein fiel senkrecht zu Boden – vor dem Dorf als das Abendläuten begann. Ein Steinkreuz markiert seit 1630 den imposanten Gesteinsbrocken, der im Übrigen gar nicht vom Säuling stammen kann. Denn dort findet man unter anderem Kalkstein, der Findling dagegen besteht aus Nagelfluh. Doch so genau wollen das wohl nur geologisch interessierte Wanderer wissen.
Schöne Hütten und Almen gibt es natürlich mittlerweile auch rund um den Säuling, wie zum Beispiel das Säulinghaus (Das Säulinghaus ist ein sehr bekanntes und beliebtes Wanderziel. Der Säugling ist ein ausgezeichneter Aussichtsgipfel, von dem man bei Sonnenschein bis zum Starnberger- und Ammersee blicken kann. Das Säulinghaus ist nur von Frühling bis Herbst geöffnet)


Kategorie: Verschiedenes