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Rekordjahr bei Unfällen und Bergungen in 2016

Samstag, den 26. November 2016

Das hätte man wohl so nicht gedacht, dass über 45% der Unfälle und über 60% der Todesopfer bei Wanderungen im angeblich leichten Gelände passieren. Das Jahr 2016 wird wahrscheinlich mit an die 8000 zu bergenden Personen enden. eine traurige Bilanz.

Einen Allzeitrekord für die Leistungen der Bergretter dürfen wir leider für das Jahr 2016 erwarten, kein Wunder, dass der Österreichische Bergrettungsdienst (ÖBRD) Alarm schlägt. So sind in den vergangen zehn Jahren die Zahl der Einsätze um über 30 Prozent gestiegen.

Man kann den derzeit 12.500 freiwilligen Bergrettungsfrauen und -männer gar nicht genug dafür danken, dass sie in Österreich rund um die Uhr in 291 Ortsstellen bereit stehen. Auch die 220 Fellnasen sollen hier ausdrücklich erwähnt werden, denn sie sind extrem wichtig bei Lawinen- und Sucheinsätzen.

Überraschend ist die Tatsache, dass die Unfälle vor allem Menschen bei relativ leichten Wanderungen auf gut gesicherten und markieren Wegen und Steigen passieren und nicht wie etwa zu erwarten bei spektakulären Besteigungen im hochalpinen Gebiet.

Kein Wunder aber ist es, dass der Anteil der Pistenunfälle mit 46,5 Prozent abseits der gesicherten Pisten passieren, also hier die unvorbereiteten Variantenfahren, deshalb ist lawinengerechtes Verhalten ein absolutes Muss.

Die Ausbildung eines Bergretters dauert manchmal 5 Jahre und diese bilden sich dann natürlich auch noch kontinuierlich fort. Prävention ist hier ein wichtiger Aspekt, denn um das Risiko zu minimieren bedarf es der richtigen Selbsteinschätzung, einer guten Tourenplanung, der entsprechenden und guten Ausrüstung sowie dem Vermögen, in Notsituationen richtig und schnell reagieren zu können.

Wie in einem früheren Artikel bereits erwähnt sind aufwendige Bergungsmanöver oft sehr teuer. Daher sollten Alpinisten, egal ob im Hochgebirge oder beim gemütlichen Wandern, und Tourengeher eine entsprechende Versicherung abschließen.


Kategorie: Verschiedenes