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Wanderung zur Heilig Wasser

Mittwoch, den 06. April 2016

Heilig Wasser liegt auf 1241 Hm und dort erwartet euch ein genialer Ausblick zur Nordkette, zur Landeshauptstadt Innsbruck und das Inntal. Es ist eine familien bzw. kinderfreundliche Wanderung und gibt mehr Möglichkeiten.

Der Name Heiligwasser ist auf die dort entspringende Quelle zurückzuführen und findet seinen Ursprung in der Bezeichnung "ad sacrum fontem" aus dem Jahr 1670. In den Quellen aus den Jahren 1651 und 1652 ist die Rede von einem Taxbaum, einem Tannenbaum oder einem Mutter-Gottes-Baum und einem heiligen Bild. Wahrscheinlich war dort auch eine hölzerne Kapelle erwähnt, die - wie auch der Baum - vor dem 30. September des Jahres 1652 abbrannte.

Route: Von der Dorfmitte in Igls zur Talstation der Patscherkofelbahn. Von dort den Heiligwasserweg bis zur Römerstraße folgen. Die Römerstrasse überqueren und geradeaus an der Schwellerkapelle vorbei, rechts entlang der Abfahrt bergauf bis zur Asphaltstrasse gehen und links entlang dieser bis zum Alpengasthof.

Variante: Oder die Strasse überqueren und links unterhalb der neuen Schiliftstation zur Bobbahn. Weiter entlang der Bobbahn bis kurz vor dem Herrenstart, von dort zweigt der Weg nach rechts Richtung Teehüttn ab. Von der Teehüttn links auf der Asphaltstraße bis zum Alpengasthof Heiligwasser.

Das Heilige Wasser

Zwei Hirtenknaben weideten am nördlichen Abhange des Patscherkofels ihre Kühe (man zählte 1606 nach Christus); da giengen ihnen sechs Stück verloren, und sie konnten dieselben ungeachtet alles Suchens nicht mehr finden. Die bekümmerten Knaben beteten in solcher Noth aus tiefem Herzensgrunde zur Himmelskönigin Maria, und diese erschien ihnen in einem überirdischen Lichtglanze und zeigte mit ihrer Rechten auf einen hohen Gebirgspunkt, wo die vermißten Kühe weideten und vom Abendsonnenscheine hell beleuchtet zu sehen waren. Die begnadigten Hirten wußten nicht, wie ihnen geschah; sie fielen auf ihre Knie nieder und dankten. Als sie sich aber von ihrem Staunen erholt hatten, war die himmlische Erscheinung verschwunden. Beide versicherten, deutlich die Worte vernommen zu haben: "Hier bauet mir zu Ehren eine Kapelle !" und sie fanden an dieser geheiligten Gebirgsstelle eine ungewöhnlich frische Quelle, die früher nicht da war.
Sie kehrten sodann mit ihren Kühen in die Heimat zurück, machten aber von allem, was sie gesehen und gehört, durch viele Jahre nichts kundbar. Indessen verfügte sich doch der eine von ihnen, der die gehabte Erscheinung im Igelser Walde nie vergessen konnte, öfter an jene Stätte und nahm einmal auch das fünfjährige Knäblein seines Nachbars, welches von Geburt stumm war, mit sich. Nun erfolgte an dem Gnadenorte ein neues Wunder: das Knäblein konnte reden, als hätte ihm die Sprache nie gefehlt. Solches ereignete sich im Jahre 1651. Jetzt verkündete er das Geschehene und auch die frühere Erscheinung. Er fand Glauben, und noch in demselben Jahre entstand durch Beiträge frommer Gemeindsleute und durch Opfer von Auswärtigen bei dem heiligen Wasser eine Kapelle und eine Wallfahrt.

Quelle: Sagen aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz V. Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 257, Seite 157


Kategorie: Wandern