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Wer zahlt den Einsatz einer Bergrettung?

Freitag, den 19. August 2016

Gerät eine Person oder eine Gruppe auf dem Berg in Not, wird die Bergwacht gerufen. Die meist ehrenamtlichen Bergretter sind immer zur Stelle. Wer kommt aber für die Kosten dieses Einsatzes auf? Das Material, die Tankfüllung eines Hubschraubers und der Notarzt und das Material kosten eine Menge Geld.

Wenn Hubschrauberunterstützung nötig ist wird ein Bergwachteinsatz sehr teuer

Es gibt 3 verschiedene Kategorien des Bergeinsatzes:

Sondereinsatz Berg eins, zwei oder drei

Die unkompliziertesten, kleinsten Einsätze sind ein Sondereinsatz Berg drei. Wenn die Bergretter zum Beispiel nur jemanden in der Seilbahn ins Tal begleiten müssen, belaufen sich die Kosten auf ca. 245 Euro.

Als Sondereinsatz Berg zwei bezeichneten Notfälle sind schon wesentlich teurer. Diese kosten ca. 490 Euro. Darunter fallen zum Beispiel die Sach- oder Tierbergung oder eine Vermisstensuche mit geringem Aufwand.

Die größten und aufwendigsten Einsätze, »Sondereinsatz Berg eins«, erzeugen Kosten in Höhe von 980 Euro.

Wo geht das Geld hin und wer genau muss zahlen?

Grundsätzlich selbst zahlen die Personen die Rettung aus Bergnot. Ist man verletzt ist, so übernimmt das in der Regel die Krankenkasse oder Auslandsreiseversicherung. Spannender dagegen ist die Frage der Kosten für einen eventuellen Hubschraubereinsatz, wo man ca knappe 90 Euro pro Flugminute zahlen muß. Dann sind schnell einmal 5.000 bis 10.000 Euro zusammen. Dazu kommen dann noch die Kosten für den Notarzt und die Bereitschaftspauschale.

Mitglieder des deutschen Alpenvereins haben es besser. Der bezahlt diesen auch Bergnoteinsätze bis zu 25 000 Euro.

Die Finanzierung der Bergwacht stehe grundsätzlich auf drei Säulen: So bekommt die Bergwacht Bayern zum Beispiel vom Freistaat die ganze Hardware, wie Fahrzeuge, Funkgeräte und Seile. Fahrzeugreparaturen oder Versicherungen für die Mannschaft beispielsweise werden aus der Kasse der Bergwacht bezahlt. Aus dem eigenen Geldbeutel wird die persönliche Ausrüstung der Einsatzkräfte, wie Jacken, Schuhe, Ski und Funkgerät bezahlt.

Für die Instandhaltung des Bergwachthauses ist die Bergwacht zuständig. Hier fallen auch die Kosten der Wasser-, Kanal-, Strom- und Telefonrechnungen an. Zudem werden die Gelder der Einsatzzahlen berücksichtigt.

Förderer und Spenden sind die dritte und wichtigste Säule, auf denen die Finanzierung der Bergwacht steht. Denn zu den bereits genannten Kosten kommen noch diverse weitere hinzu, wie allein in den Sommermonaten 600 bis 700 Euro Sprit monatlich benötigt wird, weil man ja immer den Berg rauffahren muss. Die Zusatzversicherung für die Mitglieder der Bergwacht kommt auch noch dazu.

Die Arbeit der Bergwacht ist aufwendig, erfordert eine lange Ausbildung, das Verständnis vom Arbeitgeber und vieles mehr, denn nach dem Rettungsdienstgesetz ist die Bergwacht beauftragt, alle Verletzten beziehungsweise in Not Geratenen unwegsamem Gelände zu bergen. Das gilt für Menschen, Tiere und Sachen.


Kategorie: Verschiedenes