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Wo Kajakfans in eine der naturbelassensten Flusslandschaften des Alpenraumes eintauchen

Donnerstag, den 09. Juli 2015

Die Philosophie, möglichst wenig in die Natur einzugreifen, hat das Lesachtal längst als Wanderparadies bekannt gemacht. Doch das umweltfreundlichste Tal Europas ist auch ein echter Geheimtipp für Kajakfahrer. Denn die Gail gilt als einer der letzten unverbauten und daher besonders reizvollen Flüsse im Alpenraum.

„Landschaft des Jahres in den Alpen“ - „Umweltfreundlichstes Tal Europas“. Das Lesachtal beeindruckt mit zahlreichen Auszeichnungen, die verheißungsvoll klingen. Nicht nur für jene, die sich wandernd, bergsteigend oder entspannt an Land bewegen. Denn dieser Philosophie, die Natur, Natur sein zu lassen, verdankt das Lesachtal noch einen Schatz, der bis dato als Geheimtipp gilt. Die Gail. Sie gilt aufgrund ihrer Naturbelassenheit als einer der reizvollsten Flüsse im Alpenraum. Dass dieses Gebiet vielen Kajakfahrern kaum bekannt ist, tut der Begeisterung jener, die sich hier im Wildwasser bewegen, keinen Abbruch. Im Gegenteil.

„Die Gail ist einer der letzten unverbauten Flüsse in Europa. Wer in dieser ausgeprägten Schluchtstrecke im Lesachtal unterwegs ist, sieht stundenlang nichts von der Zivilisation“, verspricht Peter „Pedro“ Unterluggauer. Er ist Geschäftsführer von „Fit & Fun“, die Kajaktouren anbieten, sowie Initiator des neuen Beschilderungssystems, das Gästen die Orientierung erleichtert. Denn, was die Gail zu bieten hat, ist vielfältig. Insgesamt sieben verschiedene Abschnitte unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade sind hier für Kajakfahrer ausgeschildert. Pro Abschnitt ist man je nach Wasserstand zwischen eineinhalb und zwei Stunden unterwegs. Die wechselnde Charakteristik und teilweise Verblockungen machen den Fluss besonders reizvoll.

Professionelles Informationssystem
„Sieben ausgewählte Einstiegstellen wurden im Rahmen des neuen Gästeleitsystems beschildert. Denn für Kajakfahrer muss auch die Infrastruktur rundum passen“, so Unterluggauer. Dazu zählt in erster Linie das Thema Information.

Da Kajakfahren im Wildwasser immer mit gewissen „X-Faktoren“ verbunden ist, gilt es, diese möglichst einzugrenzen. Im Lesachtal setzt man daher neben den neuen Informationstafeln mit allen Details zum Streckenverlauf und den Schlüsselstellen auf Echtzeitinformation aus dem Internet. Auf www.lesachtal.com/kajak sowie www.fitundfun-outdoor.com finden Kajakfans alle Informationen, die sie brauchen. Unter anderem wird in Maria Luggau eine Webcam installiert, die den aktuellen Wasserstand und per Farbleitsystem die entsprechende Könnerstufe anzeigt, die bei diesem Wasserstand gefragt ist. „Um die Sicherheit zu gewährleisten, kontrollieren wir seit über 20 Jahren den Streckenverlauf, schneiden Windwürfe heraus und dergleichen. Doch nach jedem Gewitter kann sich die Situation ändern. Daher ist es für Kajakfahrer entscheidend, dass sie tagesaktuelle Informationen in die Hand bekommen“, argumentiert Unterluggauer, der die Website täglich wartet.

Da die Gail ein schneeschmelzgespeister Fluss ist, sind die Monate Mai und Juni für Kajakfahrer ideal. Doch je nach Schneeschmelze und Regen findet man den ganzen Sommer über perfekte Verhältnisse vor.

Foto: Kajak01_martinlugger_

Kategorie: Kajak